Das Jahr 1989

Während im Jugendraum des Hallenbades Altlünen die Gründungsversammlung über die Bühne ging, versammelten sich in der Schwimmhalle 32 Aktive aus allen vier Lüner Schwimmvereinen zum ersten Training.

Das Gründungsprotokoll sah vor, daß aus jedem Stammvereine acht Aktive den Kader der Auswahlmannschaft bilden sollten. Zunächst war vorgesehen, neben den bisherigen Trainingseinheiten in den Stammvereinen,  2 x wöchentliches Training in den Bädern Altlünen und Lünen-Mitte anzubieten.

Als Trainer konnte mit Jörg Kuhlemann aus Hamm ein versierter Fachmann gewonnen werden, der schnell ein hervorragendes Verhältnis zu den Aktiven aufbauen konnte. In dem Gründungsprotokoll wurde darauf Wert gelegt, daß nur eine neutrale Person die Auswahlmannschaft betreuen sollte.

Jörg Kuhlemann betreute die SG lediglich vom 09.01.1989 bis zum 30.09.1989. Danach mußte er aus beruflichen Gründen aufgeben. In den 90er Jahren sollte es ein Comeback für ihn in Lünen geben, welches aber aus verschiedenen Gründen nicht umgesetzt werden konnte. Danach ist der Kontakt abgerissen.

Die Aktiven gingen mit Feuereifer an die neue Aufgabe heran. Es war einfach etwas Besonderes, zu der Auswahlmannschaft zu gehören. Die bis dahin vorhandenen Barrieren zwischen den Mitgliedern  der einzelnen Vereine waren plötzlich kaum mehr vorhanden. Auch die Eltern zogen mit. Auswärtige Wettkämpfe gestalteten sich zu kleinen Happenings. Am Beckenrand standen ganze Familienclans, um ihren Nachwuchs anzufeuern. Lange Autokolonnen bewegten sich vom Stadtbad aus zu den einzelnen Wettkampfstätten. Probleme mit dem Fahrdienst kannte man nicht!

Und die Leistungssteigerungen bei den einzelnen Aktiven konnten sich sehen lassen. Deutlich machte sich das vermehrte Training bemerkbar.

Erster Höhepunkt waren die Bezirksmeisterschaften, wo gleich 22 Plätze auf dem Treppchen (davon 3 x Platz 1; 6 x Platz 2 und 8 x Platz 3) errungen werden konnten.

Für die damalige Zeit eine kleine Sensation bedeuteten die beiden „Westdeutschen Titel“ durch Guido Hoffmann (JG 1976) über die Bruststrecken. Zusätzlich gab es noch 7 Platzierungen unter den ersten 10 bei diesen Titelkämpfen.

Für die „Deutschen Jahrgangsmeisterschaften“ in Dortmund und Kamen konnten sich gleich drei Aktive aus der SG qualifizieren.

Auch der Verband wurde auf die guten Leistungen der Lüner Akteure aufmerksam. 2 Schwimmer wurden in den „D-Kader“ berufen.

Einen kleinen Dämpfer gab es durch das plötzliche Ausscheiden des Trainers Jörg Kuhlemann. Da so kurzfristig kein auswärtiger Fachmann gefunden werden konnte, stellte sich Matthias Fischer, erfolgreicher Heimtrainer beim „TuS“ und noch selber aktiv, dankenswerter Weise zur Verfügung, so daß es keinen Bruch im jungen Unternehmen „SG Lünen“ gab.

Auch bei den Mannschaftswettbewerben konnte die SG Lünen ihre Stärke unter Beweis stellten. Waren in den früheren Jahren Meldungen für die DMSJ und die DMS von einem Stammverein kaum möglich, konnten aufgrund des Zusammenschlusses alle Wettkämpfe problemlos besetzt werden.

Für das Bezirksfinale bei der DMSJ  konnten sich gleich 8 Staffeln der SG qualifizieren.

Beim ersten Anlauf in der DMS, damals noch auf der Kreisebene, verpaßten sowohl die Damen- als auch die Herrenmannchaft im Hallenbad Altlünen den Aufstieg nur denkbar knapp. Deutlich war den jungen Aktiven anzumerken, daß noch die Erfahrung fehlte. Auch die Verantwortlichen konnten in Sachen taktischer Mannschaftsaufstellung noch dazulernen.

Die Damenmannschaft in der Besetzung Anke Lackmann; Esther Schimanski; Sandra Laakmann; Uta Weidemann; Nadja Pfuhl; Meike Meyer; Claudia Ordon; Alexandra Mos; Claudia Luscher und Sabine Grytz erschwamm sich in einem Durchgang 16.304 Punkte, während es bei den Herren immerhin schon 18.002 Zähler waren.

Hierfür waren verantwortlich:

Thorsten Meyer; Matthias Fischer; Josef Bauer; Mathias Haak; Guido Hoffmann; Kay Uwe Neumann; Thomas Richter; Tobias Löffler; Sven Groß; Frank Feldmann; Martin Mecklenbrauck; Torsten Ostermann und Marc Blomenkemper.